Manchmal wirkt es, als atme die Autobranche kollektiv auf – 2025 ist laut Kraftfahrt-Bundesamt das Jahr, in dem die ganz große Talfahrt wenigstens gestoppt scheint. Rund 2,9 Millionen Neuwagen rollten bundesweit auf die Straßen – ein kleines Plus von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Klingt unspektakulär? Mag sein, doch nach all den Krisen dieser Zeiten ist schon ein wenig Stabilisierung ein Hoffnungsschimmer. Dezembersprung: Im letzten Monat des Jahres schnellten die Zulassungszahlen sogar um fast 10 Prozent nach oben (246.439 Pkw insgesamt).
Privates versus Geschäftliches: Knapp zwei Drittel der Neuanschaffungen tätigten Unternehmen (66,1 Prozent), während der Anteil privater Käuferinnen und Käufer – trotz leichter Zunahme – vergleichsweise bescheiden bleibt. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, aber eines bleibt: Die Klassiker grau, schwarz und weiß dominieren weiterhin den Asphalt. Einfahrt deutscher Marken: Auffällig, wie unterschiedlich das Jahr verlief. Während BMWs und Fords Absatzkuren im oberen einstelligen Bereich liegen, mussten vor allem Smart und Porsche ordentliche Einbußen hinnehmen. VW verteidigte seine Vormachtstellung unter den hiesigen Marken (19,6 Prozent Anteil), blieb damit fest am Lenkrad der Statistik.
Wer sich nach Importmodellen umsieht, entdeckt kleine Überraschungen: Skoda, BYD und MG Roewe etwa sprangen besonders kräftig voran. Umgekehrt reihten sich einige Altbekannte – Tesla, Peugeot, Toyota – unter die Verlierer ein. Ebenfalls spannend: Der SUV-Boom ist keineswegs gebannt, im Gegenteil, mehr als jedes dritte neue Auto gehört zu diesem Segment. Die obere Mittelklasse ist mit Abstand am stärksten gewachsen – was auch irgendwie an die Renaissance von Anzügen mit Schulterpolstern erinnert, die alle paar Jahrzehnte ihr Comeback feiern.
Die Antriebsfrage – E, Hybrid und der Rest: Elektro-Pkw explodierten förmlich (+43,2 Prozent), ebenso die Zahl der Plug-in-Hybride. Nur Benziner und Diesel werden merklich weniger gefragt, ein Abschmelzprozess vollzieht sich. Kurios: Es wurden exakt drei Neuzulassungen für erdgasbetriebene Pkw gemeldet – fast schon Sammlerobjekte in der Statistik. Die durchschnittlichen CO₂-Emissionen sinken weiter (nun 105,8 g/km), was klingt, als bewegten sich alle im Schneckentempo mit Gegenwind.
Markt für Nutzfahrzeuge und Krafträder? Nur Omnibusse schafften Zuwächse, ansonsten dominieren Rückgänge. Und auf den Straßen sind auch weniger neue Motorräder unterwegs als im Vorjahr. Gebrauchte hingegen – sie wechseln die Besitzer eher munter: Mehr als 6,5 Millionen Pkw haben 2025 das Nummernschild getauscht. Deutschlands Automarkt, so scheint’s, poliert sich langsam, aber behutsam wieder auf.
Nach einem schwierigen Jahr 2024 zeigt der deutsche Automarkt 2025 erste Anzeichen einer Erholung: Die Neuzulassungen steigen leicht, angetrieben vor allem von alternativen Antrieben, während Benzin- und Dieselfahrzeuge an Bedeutung verlieren. Deutsche Hersteller wie BMW, VW und Ford legen im Gegensatz zu Marken wie Porsche, Smart oder Opel größtenteils zu. Insbesondere das Segment der Elektroautos und SUVs wächst kräftig, was auf einen Wandel im Mobilitätsverhalten und die Akzeptanz neuer Antriebstechnologien schließen lässt. Der allgemeine Trend zu Gebrauchtwagen ist weiterhin spürbar, gleichzeitig setzen die Hersteller auf nachhaltigere und CO₂-ärmere Modelle. Politik und Branche stehen vor neuen Aufgaben – etwa einem stärkeren Ausbau der Ladeinfrastruktur und der Bewältigung internationaler Konkurrenz – wie Berichte von taz, Spiegel und Zeit in den letzten 48 Stunden zeigen.